Digitale Barrierefreiheit hat das Ziel, allen Menschen zu ermöglichen, digitale Inhalte zu sehen, zu verstehen, zu navigieren und mit ihnen zu interagieren – und das selbstständig.
Im Bereich Video bedeutet dies, Inhalte so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen sie ansehen und verstehen können – unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen oder Einschränkungen.
Bei PlayPlay umfasst Barrierefreiheit sowohl:
die Barrierefreiheit der Plattform
die Barrierefreiheit der mit PlayPlay erstellten Videos.
1. Barrierefreiheitsstandards der Plattform
PlayPlay orientiert sich an den WCAG 2.1 (Web Content Accessibility Guidelines), dem international anerkannten Standard für digitale Barrierefreiheit.
Diese Richtlinien bilden zudem die Grundlage für verschiedene nationale Standards, wie beispielsweise RGAA in Frankreich, Section 508 in den Vereinigten Staaten oder BITV 2 in Deutschland.
Hinsichtlich der Barrierefreiheit der Plattform erfüllt PlayPlay die Anforderungen der WCAG 2.1 auf Konformitätsstufe AA, insbesondere in Bezug auf Farbkontraste und Schriftgrößen. Dieses Thema wird von unseren Design-Teams kontinuierlich begleitet, die neue Branchenstandards schrittweise in die Weiterentwicklung der Plattform integrieren.
2. Was Sie über Video-Barrierefreiheit wissen sollten
Die Barrierefreiheit eines Videos beruht auf zwei wesentlichen Faktoren:
der Barrierefreiheit des Videoplayers
der Barrierefreiheit des Inhalts selbst
👉 Die Rolle des Videoplayers und des Formats
Die Barrierefreiheit eines Videos hängt nicht nur von seiner Erstellung in PlayPlay ab. Sie wird auch durch den Kanal und den Videoplayer beeinflusst, der für die Verbreitung genutzt wird (PlayPlay, der Videoplayer Ihrer Website, ein Schulungs-LMS, YouTube, Vimeo usw.).
Um eine optimale Barrierefreiheit auf all Ihren Kanälen zu gewährleisten, bietet PlayPlay folgende Möglichkeiten:
Direktes Einbrennen von Untertiteln: Das Hinzufügen von fest integrierten Untertiteln direkt im Videorendering garantiert, dass diese auf allen sozialen Netzwerken und Bildschirmen immer sichtbar bleiben.
Untertitel im .SRT-Format exportieren: Ermöglicht das Hochladen von Untertiteln in externe Videoplayer, um ausblendbare Untertitel (Closed Captions) bereitzustellen, die von Screenreadern vorgelesen werden können.
eine Form der Audiodeskription hinzufügen – über Voice-over oder KI-Stimme.
Die PlayPlay-Vorschauseiten bieten zudem grundlegende Steuerungsmöglichkeiten über die Tastatur (Leertaste für Wiedergabe/Pause).
👉 Best Practices für barrierefreiere Inhalte
Die Barrierefreiheit eines Videos hängt auch stark von den Entscheidungen während der Aufnahme und Bearbeitung ab. Hier einige Empfehlungen, um Ihre Inhalte inklusiver zu gestalten:
1️⃣ Auf gute Lesbarkeit achten
Verwenden Sie ausreichend große Schriftgrößen.
Nutzen Sie einfache und gut lesbare Schriftarten.
Achten Sie auf einen ausreichenden Kontrast zwischen Text und Hintergrund.
Vermeiden Sie Farbkombinationen, die schwer voneinander zu unterscheiden sind.
2️⃣ Die Verständlichkeit des Tons verbessern
Stellen Sie sicher, dass die sprechende Person deutlich spricht.
Achten Sie darauf, dass die Stimme lauter ist als die Hintergrundmusik.
Verwenden Sie Untertitel, um das Verständnis zu erleichtern.
Nutzen Sie die Funktion KI-Audiobereinigung, um die Sprachverständlichkeit zu verbessern und Hintergrundgeräusche zu reduzieren.
Nutzen Sie die Voice-over-Tonspur, um wichtige visuelle Elemente in Sprachpausen mündlich zu beschreiben.
3️⃣ Bildausschnitt und visuelle Elemente anpassen
Stellen Sie sicher, dass die sprechende Person direkt in die Kamera blickt.
Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung.
Falls Gebärdensprache verwendet wird, sollte bereits bei der Aufnahme ein geeigneter Bildausschnitt vorgesehen werden.
3. Warum Video-Barrierefreiheit wichtig ist
Für viele Unternehmen und Organisationen ist digitale Barrierefreiheit eine gesetzliche Verpflichtung.
In Europa legt der European Accessibility Act (EAA) – in Deutschland unter anderem durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) umgesetzt – Standards für den privaten Sektor fest, insbesondere für digitale Verbraucherdienste (E-Commerce, Medien, Banken). Gleichzeitig verpflichten Richtlinien zur Inklusion und zum Arbeitsrecht dazu, interne Kommunikationsinhalte und Schulungsmaterialien am Arbeitsplatz für alle Mitarbeitenden zugänglich zu machen.
Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus bietet barrierefreie Videokommunikation weiter Vorteile:
ein besseres Seherlebnis für alle (insbesondere bei der Wiedergabe ohne Ton auf mobilen Geräten)
eine größere Reichweite
klarere und inklusivere Botschaften
4. Zusammenfassung
PlayPlay unterstützt Sie dabei, barrierefreiere Videos zu erstellen – mit Funktionen wie fest eingebrannten Untertiteln, .SRT-Export, Voice-over und der KI-Audiobereinigung.
Wenn Sie einige bewährte Praktiken für Lesbarkeit, Audioqualität und Design anwenden, können Sie Ihre Videos inklusiver gestalten und für alle Menschen leichter zugänglich machen.